Log­buch

Unse­re Gedan­ken zu Yoga, Was­ser und der Welt

Evelyn Yoga

Evelyn’s Weg zum Yoga

Nein, es war kei­ne Lie­be auf den ers­ten Blick, auch bei mir nicht. Es war etwas, das ich aus­pro­bier­te, um mei­nem Rücken etwas Gutes zu tun. Zwar war ich schon immer aktiv und sport­lich, aber den­noch hat­te ich vom vie­len Sit­zen im Stu­di­um oder bei der Arbeit häu­fig Rücken­schmer­zen. Ich woll­te etwas dage­gen tun — abseits der übli­chen, von mir auf Dau­er eher als lang­wei­lig emp­fun­de­nen Rücken­fit Kur­se.
Möwe frisst Plastik im MeerKatha­ri­na Schmidtke

Plas­tik im Meer — Wo es her­kommt und wo es hingeht

Stell dir vor du ver­hun­gerst, obwohl dein Bauch prall gefüllt ist. Grund ist nicht etwa ein Drei-Gän­ge-Menü oder die XXL-Piz­za, son­dern Plas­tik. Viel Plas­tik. Schwer ver­dau­lich? Abso­lut. Das The­ma Plas­tik­müll und Mee­res­schutz ist mit Sicher­heit kein neu­es. Es ist aber auch kein Schnee von ges­tern, denn es wird immer noch zu viel Plas­tik pro­du­ziert, kon­su­miert und (falsch) ent­sorgt. 10 Mil­lio­nen Ton­nen Plas­tik­müll gelan­gen schät­zungs­wei­se jähr­lich ins Meer. Das ist unge­fähr sie­ben mal so viel, wie sämt­li­che Ele­fan­ten Afri­kas gemein­sam auf die Waa­ge brin­gen. Was für den Men­schen zunächst ein­mal nur Müll ist, wird für die Lebe­we­sen im Meer schnell zur qual­vol­len Todes­ur­sa­che.
Kopfstand am Strand - YogawegKatha­ri­na Schmidt­ke / Nord­wind Yoga

Katha’s Weg zum Yoga

Hast du schon mal Yoga aus­pro­biert? Hast du schon mal gedacht: “Dafür bin ich viel zu unfle­xi­bel” “Das ist mir zu wenig Sport” “Medi­tie­ren ist nichts für mich — mein Gedan­ken sprin­gen dafür immer zu viel hin und her”? Sehr gut! Dann sind wir schon­mal zwei. Auch wenn ich heu­te ein Zer­ti­fi­kat habe, das sagt “Yoga­leh­re­rin”, waren Yoga und ich kei­nes­wegs Lie­be auf den ers­ten Blick. Mei­ne aller­ers­te Yoga­stun­de hat­te ich vor etwa 10 Jah­ren beim Hoch­schul­sport der Uni Ham­burg und stell­te sehr schnell fest “Das ist nicht mein Sport”. Zu wenig Her­aus­for­de­rung, zu wenig Anstren­gung, dafür zu viel Vor­beu­gen. Mit mei­nen ver­kürz­ten Bein­rück­sei­ten fühl­te ich mich wie eine zu biss­fes­te Spa­ghet­ti auf dem Pas­t­atel­ler. Nach gefühlt hun­dert her­ab­schau­en­den Hun­den erklär­te ich den Test für geschei­tert und wid­me­te mich lie­ber wie­der dem Tan­zen und Jog­gen.
Yoga Boot im SonnenlichtKatha­ri­na Schmidt­ke / Nord­wind Yoga

Jeder kann Yoga üben

Wenn wir wäh­rend einer Yoga­stun­de den Blick nach links und rechts schwei­fen las­sen, sehen wir meis­tens fol­gen­des Bild: 25 bis 35 jäh­ri­ge schlan­ke Frau­en. Die eine ist viel­leicht ein biss­chen fle­xi­bler, die ande­re kann dafür bes­ser Arm­ba­lan­cen. Aber im Grun­de flie­ßen alle recht ele­gant durch ihre Vin­ya­sa und ste­hen anmu­tig im Krie­ger. Män­ner oder älte­re Men­schen sind in unse­rer (west­li­chen) Yoga­welt aller­dings eher sel­te­ne Exem­pla­re. Kein Wun­der, immer­hin wird Yoga über­wie­gend für den Ste­reo­typ ver­mark­tet: In mei­nem Bücher­re­gal ste­hen die letz­ten 14 Aus­ga­ben des Yoga Jour­nals. In der aktu­el­len Aus­ga­be ist das erst Mal ein Mann auf dem Titel­bild zu sehen. Dabei soll Yoga ein Ange­bot für alle sein.
Armbalance am Strand - Yoga SportKatha­ri­na Schmidt­ke / Nord­wind Yoga

Ist Yoga Sport?

Yoga ist ein Sport, bei dem vor allem das Deh­nen im Vor­der­grund steht. So wür­de sehr wahr­schein­lich jemand auf die Fra­ge “Was ist Yoga?” ant­wor­ten, der noch nie oder nur ganz am Ran­de Yoga ken­nen gelernt hat. Man kann ihm kaum einen Vor­wurf machen, denn tat­säch­lich wird in unse­rer west­li­chen Welt die­ses Bild von Yoga durch Wer­bung und Social Media ver­mit­telt. Und so ver­wun­dert es auch kaum, dass Yoga­stu­di­os in Ham­burgs Coro­na-Ver­ord­nung in einem Atem­zug mit Fit­ness­stu­di­os genannt wer­den oder das Buchungs­por­tal “Ever­sports” Yoga als “äußerst gesun­de Sport­art” beschreibt.
Kindeshaltung am Strand - Ist Yoga ReligionKatha­ri­na Schmidt­ke / Nord­wind Yoga

Ist Yoga eine Religion?

24. Dezem­ber 2020. Heu­te fei­ern wir Weih­nach­ten, eines der wich­tigs­ten Fes­te des Chris­ten­tums. Ich mag Weih­nach­ten — das Zusam­men­kom­men mit der Fami­lie, das Zur-Ruhe-Kom­men und Besin­nen. Als reli­giö­sen Men­schen sehe ich mich aller­dings nicht. Ich bin nicht (mehr) in der Kir­che und mei­ne ein­zi­gen Kirch­gän­ge in den letz­ten Jah­ren waren anläss­lich von Hoch­zei­ten, Beer­di­gun­gen oder Rei­sen. Und wäh­rend Weih­nachts­klas­si­ker den zimt­ge­schwän­ger­ten Raum erfül­len, fra­ge ich mich: “Wie­so sträu­be ich mich eigent­lich inner­lich so gegen Reli­gi­on?” und “Ist Yoga eigent­lich so weit ent­fernt davon?”
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